Die Angst

Zu lange wohl war ich Single, zu viele komische Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse. Zu viel Negatives, ständig überall. Oder zu viel Realität.

Hoffnung war immer da, aber der Glauben irgendwie nicht mehr. Und jetzt ist es passiert, und es ist so schön, aber trotzdem ist sie immer noch tief verwurzelt – die Angst.

Irgendwann muss ich doch aufwachen. Das kann doch alles nicht so gut werden. Wo ist der Haken. Er meint es bestimmt nicht ernst. Er ist bestimmt ein Lügner, Hochstapler. Morgen sagt er mir, er will nicht mehr.

Und um so tiefer er in mein Herz eindringt, um so mehr schaltet sich mein Kopf ein und lässt die Angst durch. 

Warum verstehe ich selbst nicht, es gibt keine logische Erklärung – außer die Angst verletzt zu werden.

Kleinigkeiten, die verunsichern. Dinge, die man beiläufig sagt. Schon wieder fährt er zu einer Bekannten, die ich nicht kenne, hat er keine Kumpels? Oh seine Ex will ihn zurück, als er ihr sagte er ist glücklich und hat eine neue Freundin.  Aber eigentlich erzählt er das ja auch alles, also warum nicht glauben und vertrauen? 

Ich sage es ihm, teile mit ihm meine Verunsicherungen und Angstgedanken. Und er ist froh, das ich es anspreche – es ausspreche. Denn er hat sie genauso, die Ängste. Er ist genauso verunsichert. Und er ist genauso verliebt.


 

Worauf kommt es an?

Schon fast 2 Monate, die Zeit verfliegt. Und ich habe gar nichts zu bemängeln, es läuft toll, ich bin glücklich, wenn nicht manchmal diese komischen Gedanken wären, die sich heimlich einschleichen.

Er ist so völlig anders, als ich mir das in meinen Träumen ausgemalt habe. Ich habe mir immer vorgestellt, einen normalen Großstadttypen zu bekommen, Akademiker, guter Job und so. Mit dem hätte ich dann irgendwann so eine schicke große Altbauwohnung in Hamburg, mit Garten. Fahre mit ihm im Bulli durch die Gegend oder gehe schick essen. Er trägt moderne Klamotten aber auch ab und an mal schick einen Anzug.Aber die Typen haben ja irgendwie immer nie auf mich gestanden. Wenn ich so zurückblicke. Ich hab ein paar davon gedatet, die wollten aber nie eine Wiederholung. Wahrscheinlich entspreche ich zu wenig dem modernen Großstadtmädchen oder bin zu eigenständig.
Und jetzt habe ich einen Nicht-Akademiker, der im 4. Semester das Studium abgebrochen hat, weil es ihm zu theoretisch war. Dem Geld und Beruf und Erfolg nicht wichtig sind, der sich nichts aus Klamotten macht und dem Mode egal ist. Der in einer Kleinstadt wohnt und sein Haus selber umbaut.

Und eigentlich finde ich diese Einstellung toll. Ich finde diese Bescheidenheit bemerkenswert. Und doch denke ich manchmal, warum ich so einen abbekommen habe und mich verliebt habe und nicht was anderes, was ich eigentlich wollte. Vielleicht war ich einfach zu lange Single. Und ich frage mich: Worauf kommt es eigentlich an?

Er bringt mich zum Lachen, er unternimmt tolle Sachen mit mir und ist für jeden Scheiß zu haben. Wir fahren mit dem Bulli ans Meer übers Wochenende und er hat sich mit mir zusammen ein Surfbrett bestellt. Er ist sportlich und kocht genauso gerne wie ich, und obwohl wir so verschieden sind, die Zeit die wir miteinander verbringen, ist einfach nur toll. Und ich schaue ihn an und finde ich so schön und fühle mich so geborgen. Er nimmt mich so wie ich bin, ich kann komplett so sein wie ich wirklich bin. Ausgelassen, chaotisch, lustig und bekloppt.

Also warum mach ich mir darüber Gedanken, dass er meiner imaginären Norm nicht entspräche. Das meine Mädels ihn vielleicht nicht so cool fänden, weil es ihm scheiß egal ist, ob man Hosen umkrempelt oder nicht. Das andere in der ach so hippen Großstadt doof schauen könnten. Wahrscheinlich übertreibe ich auch völlig.

Weil darauf kommt es alles nicht an. Sondern es kommt darauf an, wie ich mich in seiner Nähe fühle, wie er zu mir ist und was mein Herz mir sagt. Und dann verfluche ich diese doofen Gedanken. Es ist so völlig egal all diese 

Oberflächlichkeiten sind völlig egal. Denn darauf kommt es nicht an.

Cause i’m on Fire! 

Endlich wieder Festival. Mädels, gute Musik und viel Alkohl – genau das was ich brauchte. Dieses Jahr war alles ein wenig hektisch, Regen, Flut, abgesagte Bands, und dann endlich der Sonntag – Sonnenschein und gute Laune. Ich war in meinem Element, tanzte zu Lieblingsbands und war ziemlich schnell ziemlich gut betrunken. In Leo Leggings und bunten Gummistiefeln, blau gefärbten Haaren und Nevermind Shirt machte es einfach nur Spaß. Kopf aus, nach all dem Chaos der letzten Zeit.

Irgendwie war ich schneller betrunken als die Mädels, ich hüpfte wie ein Flummi zu Bloc Party’s Banquet. Ich merkte wie ich beobachtet wurde und lächelte. So richtig weiß ich das aber auch nicht mehr. Die Mädels wollten aufs Klo und zur nächsten Band und konnten mich nicht mehr so recht bändigen. Ich hüpfte hinter ihnen her und blieb plötzlich bei dem großen blonden langhaarigen Typen stehen, der mich so beobachtete. Ich stellte mich vor ihm und meinte: die Mädels sagen ich bin schon so betrunken und sollte lieber nicht mehr die Sonnenbrille abnehmen. Seine Antwort: ja mach doch mal – och das geht schon. 

Ich drehte mich um, weg waren die Girls, und ich meinte nur: tja dann hast du jetzt wohl ein Problem, nämlich mich an der Backe. Und auch das ging für ihn in Ordnung. Bis morgens um fünf. Ich habe teilweise ein Blackout, habe wohl aber zu Deichkind an ihm einen Labdance hingelegt… Er begleitete mich zum Dixie, und wartete, er holte mir Wasser und was zum Essen. Wir liefen Hand in Hand zur nächsten Band und dann zur After Show. Wir tanzten und irgendwann knutschten wir, und ich habe wohl immer wieder betont, Fummeln könne er sich abschminken. 

Später erzählte er mir, dass er mich gesehen hat, hüpfend mit meinem beknackten Outfit und der Sonnenbrille und gedacht hat – das ist sie.

Und das war er.

Nummern ausgetauscht und er schrieb sofort. Er wohnt 2h von Hamburg entfernt, hatte aber noch Urlaub und danach besuchte er seine Schwester, die auch in HH wohnt. Wir haben uns schon zwei Tage danach wieder gesehen. Ich war aufgeregt wie bescheuert, inklusive Magengrummel. Erst musste ich lachen, Sinn für Outfits hat er nun wahrlich nicht. Socken in Turnschuhen, oh je. Und doch diese Lässigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber solchen Oberflächlichkeiten faszinierten mich. Und diese blauen Augen, die blonden Haare zum Zopf, eine Mischung aus Gavin Rossdale und Kurt Cobain, ich bin hin und weg. 

Viel geredet haben wir bei den ersten Treffen nicht, eher Blödsinn gestammelt und uns nur die ganze Zeit angestarrt und gegrinst. Wir sind sehr unterschiedlich, er ist bodenständig und ruhig, lebt dörflich in einem Haus, hat die wilden Zeiten hinter sich, sowie eine lange Beziehung vor 3 Jahren. Karriere und Job sind ihm nicht wichtig, Einfachheit das ist Seins. Dieser nordische Dialket macht mich fertig, gehen wir da ma längs näch. Aber ist das wichtig, nein. Es ist auch nicht wichtig was andere denken, über seine Socken oder albernen Shirts, am Ende zählt doch was er ist – nämlich toll!

Panik macht sich breit, bei beiden. Kann das funktionieren? Wir entscheiden egal, einfach volle Kanne mitten rein ins Geschehen. Es ist wie ein Traum. Er sagt, er hatte eigentlich abgeschlossen und dachte er wäre immun gegen sowas. Und ich sehe Parallelen zu meiner Vergangenheit und bin im Gefühlschaos. Nein nicht denken, nur fühlen!

Der Dorftrottel mit den Socken und die Stadttussi mit Nagellacktick.
Aber all das ist egal. Ein Wochenende später besuche ich ihn. Ein wenig entspannter sind wir mittlerweile, die Gespräche werden entkrampfter, der Sex bleibt relativ aufgeregt, niemand will was falsch machen. Nein diesmal soll alles richtig laufen. Wir lachen, wir spielen MauMau und ständig liegen wir uns in den Armen und knutschen. Wie Teenager.

Irgendwie ist alles ganz klar. Wir sind zusammen, wir probieren es. Wir schauen, wohin das führt, wir sind echt und ehrlich. Unter der Woche telefonieren wir, und es fühlt sich alles irgendwie so einfach und natürlich an. So langsam verschwindet die Panik, spätestens wenn er mich in ein paar Tagen wieder im Arm hält…

Ich bin verliebt.



mir fällt kein TITEL ein

Eigentlich fällt mir gar nichts mehr ein, schon lange wollte ich aufschreiben, wie es mit dem Studenten weiter ging, aber es ist wieder nur eine enttäuschende, verwirrende Geschichte… Und ich weiß gar nicht, ob es sich lohnt sie zu bloggen…

Er war bei mir. Irgendwann kam er aus den Puschen und kam zu mir. Dann paar Wochen später noch einmal. Und wir machten Pläne. Eigentlich wollte ich jetzt zu ihm fahren, eigentlich. Ich habe den Zug storniert. Und er hat nicht gekämpft, er nimmt das so hin mit den Worten, ich komme gerade mit meinem Leben nicht klar, ich weiß doch auch nicht, das ging auch alles zu schnell, es tut mir leid.

Ja es tut ihm leid. Mir auch. Aber ich möchte nicht die Einzige sein, die etwas investiert. Ich kann nicht immer nur Verständnis haben. Ja er hat Prüfungsstress, aber muss ich mich deswegen am Telefon anzicken lassen? Ja er hat viel zu tun, aber vergißt man da mir mitzuteilen, dass man eine neue Nummer hat? Ja es tut ihm leid, ja er weiß das war scheisse. Ja und nun? Das kann er auch nicht sagen.

Ich bin mehr wert. Ich möchte wenigstens das Gefühl haben, ich bin wichtig. Aber so wird das nichts. Warum soll ich so zu ihm fahren? Um das nächste schöne Wochenende zu haben, und dann bekomm ich Nachrichten mit Tachchen, hab gehört du hast mir geschrieben, hab ne neue Nummer und du musst das wohl nochmal schreiben, Gruß. Kein Hallo wie is dein Urlaub, ich wollt dich nicht stören Süße, alles gut bei dir…?

Ich bin mehr wert als Tachchen.

Und dann telefonieren wir und ich sag ihm das alles und er sagt, ja das war scheiße es tut ihm leid. Nicht mehr. Kein bitte komm doch, lass es uns versuchen…

Und dann ist die Verbindung weg. Und das wars. Kein erneuter Anruf, kein Kämpfen, kein Bemühen, nichts. Das wars.

Was soll ich mit so einem Mann. Ich musste die Reißleine ziehen. Ich kann keine wirsehenunseinmalimmonatbeziehung führen, auf die ich mich ja nicht so versteifen soll, weil er ja auch nicht weiß wohin das führt. Ich brauch keinen Mann der nur weil er Prüfungsstress hat, launisch ist und mich blöd behandelt und mir Nachrichten schreibt, als ob ich irgendeine Person bin, die er so nebenbei kennt. Tachchen… Gruß.

Tschüsschen.

Und doch bin ich traurig, traurig weil die Wochenenden toll waren. Weil wir uns so gut verstanden haben. Weil wir viel lachen konnten, weil wir tollen Sex hatten, weil es sich gut anfühlte. Aber beide müssen wollen, nicht nur ich…

Scheiße. Alles.

Hab ich es verpasst?

Warum bist du seit 4 Jahren Single? 

Immer und immer diese Frage, die ich nicht beantworten kann. Is einfach so. Kam einfach so. Kommt mir auch gar nicht so lange vor. 

Und wenn ich durch die Straßen gehe und die Pärchen sehe. Den hätte ich haben können, oder den, und der is heiß und der. Aber leider is sie daneben schwanger. Vergeben. Die sind alle weg vom Fenster. Und ich?

Ich hab das Gefühl – ich hab es verpasst. Den Zeitpunkt, den Moment, den richtigen Mann.

Viel früher hätte ich Single sein müssen. 30 war zu alt. Ende 20 wäre besser gewesen. Da haben die sich alle gefunden, und jetzt bekommen sie Kinder und heiraten. Und ich? Ich schau zu. 

Ich glaube nicht mehr, das ich ihn noch treffe. Er ist irgendwo da draußen, hat einen anderen Weg genommen. 

Ich hab das Gefühl ich hab so vieles falsch gemacht, irgendwie, oder warum ist das so? Alles? Warum bin ich so alleine mit dieser Situation? Warum sind es alle anderen nicht. 

Schon wieder so ein Pärchen, das mir begegnet. Ich schau weg. Ich will es gar nicht sehen. 

Sonntage. Ich hasse Sonntage, da denkt man zu viel. Das Grübeln, immer dieses Grübeln….

Was soll man eigentlich noch glauben?

Eigentlich möchte ich nicht belastet sein. Niemand hat es verdient, mit Altlasten konfrontiert zu werden. Aber irgendwann geht es nicht mehr. Irgendwann ist alles in einem nur kaputt und man baut die Mauer so hoch, das niemand mehr dahinter schauen kann. Irgendwann kann man einfach nicht mehr Glauben.

Was soll man noch glauben? Auf das Bauchgefühl hören? Was ist eigentlich Bauchgefühl? Und wann ist Vernunft besser.

Wie soll man noch vertrauen können? Auf was soll man vertrauen?

Ich bin so dermaßen erschüttert, immer wieder und immer ein bisschen mehr. Wie Menschen miteinander umgehen. Wie Dreck. Gefühle sind nichts wert. Und Menschlichkeit schon gar nicht.

Lügen, überall nur Lügen. 

Wo ist die Wahrheit? Wer sagt die Wahrheit? Woran erkennt man die Wahrheit? Was ist Wahrheit?

Ich glaube nicht mehr an Wahrheit – nicht mehr an Vertrauen. Ich will auch nicht mehr. Ich will wirklich nicht mehr. Mir geht es so viel besser alleine, mit mir. Diesen ganzen Schmerz, diese ganzen Enttäuschungen – ich will das nicht mehr. Alleine Jammere ich ab und zu mal, aber ich leide nicht. Ich leide nur immer wieder, wenn ich auf die Fresse fliege. Ich mag nicht mehr aufstehen. 

Ich bin so müde, ich habe es so satt. Ich bin gut, richtig gut, ein guter Mensch, ich muss mir das nicht antun. Das ist wie sich selber Schmerzen zufügen, weil eigentlich weiß man es vorher – es geht nicht gut. Es geht nie gut. 

Hoffnung. So ein Wort. So leer. Leere. Und Wut. Diese scheiss Hoffnung, verdammt seist du! Lass mich in Ruhe, ich will dich nicht. Lass mich alleine. Du tust mir nur weh. Ich will keine Schmerzen mehr. Ich kann das nicht mehr.

Ich will das alles nicht mehr! 

Ich hasse alles!

Ich bin wütend, richtig wütend. Über alles, über mich, über das Leben. Es ist einfach scheisse und unfair und ungerecht und zum kotzen!

Mir ging es so gut, ich war auf einem guten Weg, ich fühlte mich gut – und jetzt bin ich auf dem Tiefpunkt noch weiter unten…

Wir trafen uns an einem Samstag, Date über Lovoo, eigentlich war ich verkatert und er nicht mein Typ, aber er schien witzig und arbeitet zufällig in der gleichen Firma. Wir waren essen, wir lachten, eine Flasche Wein, und noch eine. Wir gingen Arm in Arm zur nächsten Bar, diese Nacht sollte nicht enden, zu berauschend das Gefühl. Irgendwann Küsse, Leidenschaft. Wir sind zu ihm, noch mehr Leidenschaft, kein Sex. Er macht Frühstück. Ich fahre kurz heim um zu duschen, danach verbringen wir noch den ganzen Sonntag. Händchenhalten, Kaffee trinken, essen gehen. Irgendwann sind wir so müde, 24h später sagen wir Tschüss. Hochgefühl.

Gleich Montags feiert er mit mir in meinen Geburtstag rein. Er schenkt mir einen Massagegutschein. Es ist zu schön, um wahr zu sein. Wir treffen uns tagsüber kurz in der Firma auf einen Kaffee und grinsen uns an. Das nächste Date zwei Tage später, wir gehen essen, trinken Bier und knutschen wie die Wildem, halten Händchen. Wir fahren getrennt heim, ich will keinen Sex, noch nicht, Bremse. Wieder Kaffee in der Firma, die erste Woche vergeht wie im Rausch. 

Am Wochenende hat er Besuch von einer Freundin, er sagt ich soll mir keine Gedanken machen, er meldet sich regelmäßig, schickt Küsse und Herzen. Ich bin entspannt. Sonntag Abend telefonieren wir. Montag Abend hab ich was vor, als ich heim kam telefonieren wir wieder. Wir können es kaum abwarten uns Dienstag zu sehen. 

Wir hatten beide einen harten Tag, wollten eigentlich essen gehen und entschieden uns dann doch für kochen und Film gemütlich. Wir redeten viel, wir schauen uns in die Augen, wir knutschen. Ich bin kaputt und müde. Ich blocke das es zu heiß wird. Ich will noch keinen Sex. Beim Film schlafe ich in seinen Armen ein, er sagt das ist ein schönes Gefühl. Ich frage ihn, ob er über Nacht bleibt, er sagt nein, und ob ich eigentlich wüsste was ich will. Ich erwiderte, ich will was ernsthaftes. Er sagt er fährt heim.

Wendepunkt.

Keine Nachrichten mehr. Keine Küsse keine Herzen, nichts. Ich werde unsicher sofort. Versuche das zu ignorieren. Mein Bauch schreit Alarm. Donnerstag sind wir verabredet, er ist kurz angebunden, schreibt emotionslos. Als wir uns sehen, war mir klar, das wars.

Er wäre verunsichert. Er hat das Gefühl wir sind von 200 auf 10 runter. Er weiß nicht ob er eine Beziehung will. Ich hätte die Bremse eingelegt und jetzt blockiert er. Er weiß nicht ob er mit jemandem gleich alles planen kann. Ich meinte stop! Viel zu verkopft auf einmal, wieso so plötzlich, was ist passiert, was soll das. Niemand will planen, ich wollte lediglich das wir es langsam angehen, uns kennenlernen, was ist daran falsch? Er kennt mich doch gar nicht, er trifft Annahmen, die doch nicht stimmen müssen.

Wir gehen dann noch was essen. Irgendwann können wir wieder lachen. Er nimmt meine Hand und ich frage, wie sich das anfühlt, er sagt schön, er mag mich. Ich küsse ihn und wir verabschieden uns. Es fühlt sich nach Abschied an. 

Keine Nachrichten mehr. Er antwortet nicht mehr. Er ist ständig online. Aber er schreibt mir nicht. Ich versuche es lustig und locker, keine Reaktion. Eigentlich sind wir heute verabredet. Ich versteh die Welt nicht mehr. Ich bin verzweifelt, was ist passiert und wie kann das alles sein?

Ein verzweifelter Versuch, ich frage nett und unbeschwert, wann wir uns denn nun treffen. Keine Reaktion, nichts. Ich bin wütend, sauer und wütend. Ich hasse alles alle Menschen alle Männer. 

Dann die Antwort: er will Abstand. Abstand von mir. Er will was mit seinen Jungs machen wollen, das würde ihm gut tun.

Bitte was? Er brauch Abstand? Nach 2 Wochen brauch er bitte was? Wir haben uns zweimal letzte Woche gesehen und er braucht Abstand von mir? Was für eine feige Ausrede!

Warum passiert mir das immer. Was ist falsch an mir. Ich bin am Boden, trinke Wein, will mich betäuben, will meinen Kopf ausschalten. Ich will das alles nicht mehr, diese Enttäuschungem ständig. Mein Herz, ich ertrage das einfach nicht mehr.

Ohnmacht. Wut.