Alle werden schwanger… und ich muss ´nen bisschen kotzen.

Manchmal liebe ich diesen Blog, weil ich Dinge schreiben kann, die ich niemals sagen dürfte, die sich nicht schicken, die doof sind, die ich aber manchmal so empfinde. Wie die 1000000 Freundin, die mir erzählt sie wäre schwanger. Ja ich freue mich, ja ich finde das alles ganz super, super toll. Aber langsam bin ich echt genervt!

Und immer dieses es ging so schnell, so einfach, hups und schon waren wir schwanger, ich war ganz überrascht. Ach wirklich ja? Weil es ja so einfach ist, schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit ist ja soooo groß, vor allem Ü30. Ne klar. Weil auch alle Frauen ihren Eisprung merken, und dann sofort Sex haben. Ach nee besser noch, natürlich haben alle Paare so ein intaktes Sexleben, dass sie jeden Tag vögeln und so natürlich zack schwanger werden.

Was für ein Scheiss, echt! In Wirklichkeit pinkeln sie auf irgendwelche Streifen, und müssen genau checken, wann der richtige Zeitpunkt ist, um dann Sex zu haben, damit es klappt. Und die Männer freuen sich, weil es mal mehr als einmal die Woche Sex gibt. Aber nee, is ja alles ganz einfach und ganz natürlich und nicht geplant nein.

Warum gibt niemand zu, dass es Arbeit ist, dass es geplant ist, dass es nicht so einfach ist wie alle immer meinen. Vor allem, wie taktlos das auch immer ist. Man weiß doch eigentlich nie, was die Freundin, die vor einem sitzt diesbezüglich durchmacht. Komischerweise bei dem Thema ist niemand offen, niemand gibt irgendwas zu, jeder macht immer auf heile Sonnenschein … ich war selbst ganz überrascht.

Ich war neulich mal ein wenig unaufmerksam, wir verhüten nur mit so einer App (was ganz und gar nicht safe ist und nur so grob die „gefährliche“ Zeit anzeigt) und dann dachte ich oh je, aber nee, so einfach ist das nämlich NICHT! Ganz und gar nicht ist das einfach. Das klappt nicht mal eben so, wenn man unvorsichtig war. Ja die Geschichten hört man, bei so 20jährigen, die ihre Pille wieder ausgekotzt haben. Aber doch nicht bei UNS. Wir planen das, wir sind außerdem alt.

Ich habe dann mal daraufhin meinen Frauenarzt gefragt, wie hoch so die Wahrscheinlichkeit ist. Er meinte ab ü35 bei 20%! 20%!!!!!!!!!!!! Da is nix mit huch es ist einfach so passiert! Er hat mir gesagt, wenn ich Kinder möchte, soll ich mich auf ein Jahr einstellen. So ist es auch bei meinem Kollegen, wir reden da offen, der probiert schon über ein Jahr. Er meinte, den Moment abzupassen, das ist gar nicht so einfach, zum richtigen Zeitpunkt Lust zu haben, oder nicht gerade völlig unter Stress zu stehen, oder oder oder….

Nein, ist es auch nicht. Und mich nervt dieses völlige romantisieren des Themas. Und mir ist egal, wenn das frustriert klingt. Mich nervt es einfach. Weil es nicht romantisch ist. Weder das Schwanger werden, noch das Kinder haben. Das ist Arbeit! Aber wahrscheinlich müssen Frauen das so romantisch sehen, aber es hilft doch eigentlich niemanden, ganz und gar nicht!

Und wenn wir schon dabei sind, nervt mich das ganze Thema sowieso insgesamt. Ich fühle mich unter Druck gesetzt. Ich kann da nichts dagegen tun, es ist scheinbar irgendwie Biologie. Und dann kriegt die nen Kind und die…. und DIE sind alle jünger als ich. Und dann tickt es in mir, so laut, dass ich schreien möchte. Ja ich bin 35, ja es wird nicht besser, ja die sind alle JÜNGER!

Es ist so eine Last, so ein Druck. Das kann wahrscheinlich nur eine Frau nachempfinden. Und bei all meinen Freundinnen, bei denen das so huch einfach so, passiert ist, bin ich bestimmt die, bei der nix klappt. Statistisch wäre das wohl so. Und das nervt mich noch mehr… Und auch wenn das dumm klingt, aber so ist es eben, in mir drin… und ich musste das mal loswerden.

Ich bin geduldig!

Das ist eine ganz neue Seite an mir – geduldig sein. Aber irgendwie bin ich es, irgendwie hab ich das Gefühl, ich muss es sein, und deswegen bin ich es.

Er wurde verletzt, das sitzt tief. Er wollte nie wieder eine Beziehung, er dachte, dass er sich nie wieder verliebt. Aber dann kam ich. Um so intensiver es wird, um so größer wird seine Angst, verletzt zu werden. Um so mehr Gefühle er bekommt, um so mehr Angst hat er davor, zuzugeben, was er fühlt.

Und ich reagiere geduldig. Ich rede, er hört zu. Er redet, ich höre zu. Ich versuche ihm die Angst zu nehmen, bin offen mit meinen Gefühlen, und kommuniziere viel. Das mich das selber völlig verletzlich macht, ist mir irgendwie egal. Ich hab das Gefühl ich muss so sein, damit er sich fallen lassen kann. Mittlerweile sagt er mir, wenn er wieder Mauern baut. So nennen wir das, wenn eine Situation ist, wo er kurz denkt: mist das kann nie gut gehen, ich muss weg.

Eigenlich hat er gar keine Grund sowas zu denken. Eigentlich ticken wir total gleich. Aber auch das muss man erstmal raus finden. Wieso hast du nicht geschrieben, als du im Bett lagst? Weil du nich geschrieben hast!

Wenn wir dann drüber reden, müssen wir lachen. Die gleichen Gedanken, die gleichen Ängste. Dabei waren wir beide einfach nur mal wieder ohneeinaner feiern, und jeder lag nachts im Bett und hat darüber nachgedacht, ob der andere wohl auch im Bett liegt.

Drauf einlassen, das ist wohl die größte Schwierigkeit. Es zulassen. Ehrlich zu sein. Auszusprechen, was man denkt.

Er sagt, um so größer die Gefühle werden, um so mehr kommt die Panik, die Mauern. Wenn er sowas sagt, fühle ich mich hilflos. Weil eigentlich sind wir beide doch so schrecklich verliebt, und wenn wir beienander sind, ist es so schön, das Miteinander.

Aber ich muss geduldig sein. 3 Monate sind es nun. Auch Sicherheit muss wachsen. Immerhin spricht er drüber, er bemüht sich, ich merke das.

Am Wochenende habe ich seinen Schlüssel bekommen.

Das ist seine Art zu sagen, ich will dich.


 

 

Die Angst

Zu lange wohl war ich Single, zu viele komische Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse. Zu viel Negatives, ständig überall. Oder zu viel Realität.

Hoffnung war immer da, aber der Glauben irgendwie nicht mehr. Und jetzt ist es passiert, und es ist so schön, aber trotzdem ist sie immer noch tief verwurzelt – die Angst.

Irgendwann muss ich doch aufwachen. Das kann doch alles nicht so gut werden. Wo ist der Haken. Er meint es bestimmt nicht ernst. Er ist bestimmt ein Lügner, Hochstapler. Morgen sagt er mir, er will nicht mehr.

Und um so tiefer er in mein Herz eindringt, um so mehr schaltet sich mein Kopf ein und lässt die Angst durch. 

Warum verstehe ich selbst nicht, es gibt keine logische Erklärung – außer die Angst verletzt zu werden.

Kleinigkeiten, die verunsichern. Dinge, die man beiläufig sagt. Schon wieder fährt er zu einer Bekannten, die ich nicht kenne, hat er keine Kumpels? Oh seine Ex will ihn zurück, als er ihr sagte er ist glücklich und hat eine neue Freundin.  Aber eigentlich erzählt er das ja auch alles, also warum nicht glauben und vertrauen? 

Ich sage es ihm, teile mit ihm meine Verunsicherungen und Angstgedanken. Und er ist froh, das ich es anspreche – es ausspreche. Denn er hat sie genauso, die Ängste. Er ist genauso verunsichert. Und er ist genauso verliebt.


 

Worauf kommt es an?

Schon fast 2 Monate, die Zeit verfliegt. Und ich habe gar nichts zu bemängeln, es läuft toll, ich bin glücklich, wenn nicht manchmal diese komischen Gedanken wären, die sich heimlich einschleichen.

Er ist so völlig anders, als ich mir das in meinen Träumen ausgemalt habe. Ich habe mir immer vorgestellt, einen normalen Großstadttypen zu bekommen, Akademiker, guter Job und so. Mit dem hätte ich dann irgendwann so eine schicke große Altbauwohnung in Hamburg, mit Garten. Fahre mit ihm im Bulli durch die Gegend oder gehe schick essen. Er trägt moderne Klamotten aber auch ab und an mal schick einen Anzug.Aber die Typen haben ja irgendwie immer nie auf mich gestanden. Wenn ich so zurückblicke. Ich hab ein paar davon gedatet, die wollten aber nie eine Wiederholung. Wahrscheinlich entspreche ich zu wenig dem modernen Großstadtmädchen oder bin zu eigenständig.
Und jetzt habe ich einen Nicht-Akademiker, der im 4. Semester das Studium abgebrochen hat, weil es ihm zu theoretisch war. Dem Geld und Beruf und Erfolg nicht wichtig sind, der sich nichts aus Klamotten macht und dem Mode egal ist. Der in einer Kleinstadt wohnt und sein Haus selber umbaut.

Und eigentlich finde ich diese Einstellung toll. Ich finde diese Bescheidenheit bemerkenswert. Und doch denke ich manchmal, warum ich so einen abbekommen habe und mich verliebt habe und nicht was anderes, was ich eigentlich wollte. Vielleicht war ich einfach zu lange Single. Und ich frage mich: Worauf kommt es eigentlich an?

Er bringt mich zum Lachen, er unternimmt tolle Sachen mit mir und ist für jeden Scheiß zu haben. Wir fahren mit dem Bulli ans Meer übers Wochenende und er hat sich mit mir zusammen ein Surfbrett bestellt. Er ist sportlich und kocht genauso gerne wie ich, und obwohl wir so verschieden sind, die Zeit die wir miteinander verbringen, ist einfach nur toll. Und ich schaue ihn an und finde ich so schön und fühle mich so geborgen. Er nimmt mich so wie ich bin, ich kann komplett so sein wie ich wirklich bin. Ausgelassen, chaotisch, lustig und bekloppt.

Also warum mach ich mir darüber Gedanken, dass er meiner imaginären Norm nicht entspräche. Das meine Mädels ihn vielleicht nicht so cool fänden, weil es ihm scheiß egal ist, ob man Hosen umkrempelt oder nicht. Das andere in der ach so hippen Großstadt doof schauen könnten. Wahrscheinlich übertreibe ich auch völlig.

Weil darauf kommt es alles nicht an. Sondern es kommt darauf an, wie ich mich in seiner Nähe fühle, wie er zu mir ist und was mein Herz mir sagt. Und dann verfluche ich diese doofen Gedanken. Es ist so völlig egal all diese 

Oberflächlichkeiten sind völlig egal. Denn darauf kommt es nicht an.

Cause i’m on Fire! 

Endlich wieder Festival. Mädels, gute Musik und viel Alkohl – genau das was ich brauchte. Dieses Jahr war alles ein wenig hektisch, Regen, Flut, abgesagte Bands, und dann endlich der Sonntag – Sonnenschein und gute Laune. Ich war in meinem Element, tanzte zu Lieblingsbands und war ziemlich schnell ziemlich gut betrunken. In Leo Leggings und bunten Gummistiefeln, blau gefärbten Haaren und Nevermind Shirt machte es einfach nur Spaß. Kopf aus, nach all dem Chaos der letzten Zeit.

Irgendwie war ich schneller betrunken als die Mädels, ich hüpfte wie ein Flummi zu Bloc Party’s Banquet. Ich merkte wie ich beobachtet wurde und lächelte. So richtig weiß ich das aber auch nicht mehr. Die Mädels wollten aufs Klo und zur nächsten Band und konnten mich nicht mehr so recht bändigen. Ich hüpfte hinter ihnen her und blieb plötzlich bei dem großen blonden langhaarigen Typen stehen, der mich so beobachtete. Ich stellte mich vor ihm und meinte: die Mädels sagen ich bin schon so betrunken und sollte lieber nicht mehr die Sonnenbrille abnehmen. Seine Antwort: ja mach doch mal – och das geht schon. 

Ich drehte mich um, weg waren die Girls, und ich meinte nur: tja dann hast du jetzt wohl ein Problem, nämlich mich an der Backe. Und auch das ging für ihn in Ordnung. Bis morgens um fünf. Ich habe teilweise ein Blackout, habe wohl aber zu Deichkind an ihm einen Labdance hingelegt… Er begleitete mich zum Dixie, und wartete, er holte mir Wasser und was zum Essen. Wir liefen Hand in Hand zur nächsten Band und dann zur After Show. Wir tanzten und irgendwann knutschten wir, und ich habe wohl immer wieder betont, Fummeln könne er sich abschminken. 

Später erzählte er mir, dass er mich gesehen hat, hüpfend mit meinem beknackten Outfit und der Sonnenbrille und gedacht hat – das ist sie.

Und das war er.

Nummern ausgetauscht und er schrieb sofort. Er wohnt 2h von Hamburg entfernt, hatte aber noch Urlaub und danach besuchte er seine Schwester, die auch in HH wohnt. Wir haben uns schon zwei Tage danach wieder gesehen. Ich war aufgeregt wie bescheuert, inklusive Magengrummel. Erst musste ich lachen, Sinn für Outfits hat er nun wahrlich nicht. Socken in Turnschuhen, oh je. Und doch diese Lässigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber solchen Oberflächlichkeiten faszinierten mich. Und diese blauen Augen, die blonden Haare zum Zopf, eine Mischung aus Gavin Rossdale und Kurt Cobain, ich bin hin und weg. 

Viel geredet haben wir bei den ersten Treffen nicht, eher Blödsinn gestammelt und uns nur die ganze Zeit angestarrt und gegrinst. Wir sind sehr unterschiedlich, er ist bodenständig und ruhig, lebt dörflich in einem Haus, hat die wilden Zeiten hinter sich, sowie eine lange Beziehung vor 3 Jahren. Karriere und Job sind ihm nicht wichtig, Einfachheit das ist Seins. Dieser nordische Dialket macht mich fertig, gehen wir da ma längs näch. Aber ist das wichtig, nein. Es ist auch nicht wichtig was andere denken, über seine Socken oder albernen Shirts, am Ende zählt doch was er ist – nämlich toll!

Panik macht sich breit, bei beiden. Kann das funktionieren? Wir entscheiden egal, einfach volle Kanne mitten rein ins Geschehen. Es ist wie ein Traum. Er sagt, er hatte eigentlich abgeschlossen und dachte er wäre immun gegen sowas. Und ich sehe Parallelen zu meiner Vergangenheit und bin im Gefühlschaos. Nein nicht denken, nur fühlen!

Der Dorftrottel mit den Socken und die Stadttussi mit Nagellacktick.
Aber all das ist egal. Ein Wochenende später besuche ich ihn. Ein wenig entspannter sind wir mittlerweile, die Gespräche werden entkrampfter, der Sex bleibt relativ aufgeregt, niemand will was falsch machen. Nein diesmal soll alles richtig laufen. Wir lachen, wir spielen MauMau und ständig liegen wir uns in den Armen und knutschen. Wie Teenager.

Irgendwie ist alles ganz klar. Wir sind zusammen, wir probieren es. Wir schauen, wohin das führt, wir sind echt und ehrlich. Unter der Woche telefonieren wir, und es fühlt sich alles irgendwie so einfach und natürlich an. So langsam verschwindet die Panik, spätestens wenn er mich in ein paar Tagen wieder im Arm hält…

Ich bin verliebt.



mir fällt kein TITEL ein

Eigentlich fällt mir gar nichts mehr ein, schon lange wollte ich aufschreiben, wie es mit dem Studenten weiter ging, aber es ist wieder nur eine enttäuschende, verwirrende Geschichte… Und ich weiß gar nicht, ob es sich lohnt sie zu bloggen…

Er war bei mir. Irgendwann kam er aus den Puschen und kam zu mir. Dann paar Wochen später noch einmal. Und wir machten Pläne. Eigentlich wollte ich jetzt zu ihm fahren, eigentlich. Ich habe den Zug storniert. Und er hat nicht gekämpft, er nimmt das so hin mit den Worten, ich komme gerade mit meinem Leben nicht klar, ich weiß doch auch nicht, das ging auch alles zu schnell, es tut mir leid.

Ja es tut ihm leid. Mir auch. Aber ich möchte nicht die Einzige sein, die etwas investiert. Ich kann nicht immer nur Verständnis haben. Ja er hat Prüfungsstress, aber muss ich mich deswegen am Telefon anzicken lassen? Ja er hat viel zu tun, aber vergißt man da mir mitzuteilen, dass man eine neue Nummer hat? Ja es tut ihm leid, ja er weiß das war scheisse. Ja und nun? Das kann er auch nicht sagen.

Ich bin mehr wert. Ich möchte wenigstens das Gefühl haben, ich bin wichtig. Aber so wird das nichts. Warum soll ich so zu ihm fahren? Um das nächste schöne Wochenende zu haben, und dann bekomm ich Nachrichten mit Tachchen, hab gehört du hast mir geschrieben, hab ne neue Nummer und du musst das wohl nochmal schreiben, Gruß. Kein Hallo wie is dein Urlaub, ich wollt dich nicht stören Süße, alles gut bei dir…?

Ich bin mehr wert als Tachchen.

Und dann telefonieren wir und ich sag ihm das alles und er sagt, ja das war scheiße es tut ihm leid. Nicht mehr. Kein bitte komm doch, lass es uns versuchen…

Und dann ist die Verbindung weg. Und das wars. Kein erneuter Anruf, kein Kämpfen, kein Bemühen, nichts. Das wars.

Was soll ich mit so einem Mann. Ich musste die Reißleine ziehen. Ich kann keine wirsehenunseinmalimmonatbeziehung führen, auf die ich mich ja nicht so versteifen soll, weil er ja auch nicht weiß wohin das führt. Ich brauch keinen Mann der nur weil er Prüfungsstress hat, launisch ist und mich blöd behandelt und mir Nachrichten schreibt, als ob ich irgendeine Person bin, die er so nebenbei kennt. Tachchen… Gruß.

Tschüsschen.

Und doch bin ich traurig, traurig weil die Wochenenden toll waren. Weil wir uns so gut verstanden haben. Weil wir viel lachen konnten, weil wir tollen Sex hatten, weil es sich gut anfühlte. Aber beide müssen wollen, nicht nur ich…

Scheiße. Alles.

Hab ich es verpasst?

Warum bist du seit 4 Jahren Single? 

Immer und immer diese Frage, die ich nicht beantworten kann. Is einfach so. Kam einfach so. Kommt mir auch gar nicht so lange vor. 

Und wenn ich durch die Straßen gehe und die Pärchen sehe. Den hätte ich haben können, oder den, und der is heiß und der. Aber leider is sie daneben schwanger. Vergeben. Die sind alle weg vom Fenster. Und ich?

Ich hab das Gefühl – ich hab es verpasst. Den Zeitpunkt, den Moment, den richtigen Mann.

Viel früher hätte ich Single sein müssen. 30 war zu alt. Ende 20 wäre besser gewesen. Da haben die sich alle gefunden, und jetzt bekommen sie Kinder und heiraten. Und ich? Ich schau zu. 

Ich glaube nicht mehr, das ich ihn noch treffe. Er ist irgendwo da draußen, hat einen anderen Weg genommen. 

Ich hab das Gefühl ich hab so vieles falsch gemacht, irgendwie, oder warum ist das so? Alles? Warum bin ich so alleine mit dieser Situation? Warum sind es alle anderen nicht. 

Schon wieder so ein Pärchen, das mir begegnet. Ich schau weg. Ich will es gar nicht sehen. 

Sonntage. Ich hasse Sonntage, da denkt man zu viel. Das Grübeln, immer dieses Grübeln….